IN GUTEN HÄNDEN ..

REHABILITATIONSANGEBOTE: Leistungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV)

Das ARZ Zwickau bietet Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Bund, Mitteldeutschland und Knappschaft-Bahn-See das gesamte Spektrum der zur Verfügung stehenden Leistungen. Bevor wir Ihnen die Rehabilitationsverfahren der Rentenversicherung kurz vorstellen, möchten wir Sie zunächst mit folgender wichtigen Information vertraut machen:

IHR WUNSCH- UND WAHLRECHT - ENTSCHEIDEN SIE MIT!

Als Patient haben Sie das Recht, Ihre Rehabilitationseinrichtung selbst auszusuchen. Das Gesetz regelt, dass der Rehabilitationsträger Ihren Wünschen entsprechen muss, sofern die jeweilige Einrichtung über die entsprechenden Zulassungen und Versorgungsverträge verfügt und keine medizinischen Gründe entgegenstehen.

Wichtig ist, dass Sie den Vorschlag für das ARZ Zwickau, Schlobigplatz 20, gemeinsam mit Ihrem Rehaantrag einreichen. Zur Vereinfachung stellen wir Ihnen hier ein Musterformular zur Verfügung, dass Sie nur noch ausdrucken und unterschreiben müssen.


PRÄVENTIONSLEISTUNGEN

Die Präventionsleistungen werden im Rahmen der medizinische Leistungen zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit (§31 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI) erbracht. Sie dienen der Gesunderhaltung bei beginnenden verhaltens-, aber insbesondere auch lebensstilbedingten Gesundheitsstörungen, die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben können, aber noch keinen Krankheitswert erfüllen. Daher erfolgen die Informationen und Empfehlungen zumeist über die Werks-/ Betriebsärzte, können jedoch auch direkt durch die Versicherten beantragt werden.

Die Präventionsleistungen gliedern sich in drei Phasen:

Initialphase

In der ganztägig ambulanten Initialphase werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen neben der Erhebung des Ist-Standes, die individuellen Ziele sowie die dafür erforderlichen multiprofessionellen Präventionsmodule festgelegt.

Trainingsphase

Die Trainingsphase findet berufsbegleitend statt. Mittels der zuvor festgelegten Präventionsmodule werden Strategien zum Selbstmanagement vermittelt und eine kontinuierliche Umsetzung trainiert.

Eigenaktivitätsphase

In der Eigenaktivitätsphase sollen die Teilnehmer die vermittelten Ansätze zu Verhaltens- und Lebensstiländerungen eigenverantwortlich im Lebensalltag umsetzen. Der Refresher-Tag schließt diese Phase und die Präventionsleistung ab. An diesem Tag werden die Screenings und Testungen des ersten Tages wiederholt. Die Ergebnisse der Präventionsmaßnahme und die angestrebten Ziele werden in einem Arztgespräch ausgewertet.


ANSCHLUSSREHABILITATION (AR) / ANSCHLUSSGESUNDHEITSMASSNAHME (AGM)

Der Begriff Anschlussrehabilitation ersetzt mehr und mehr den geläufigen Begriff Anschlussheilbehandlung (AHB). Dieses Verfahren bezeichnet eine intensive Nachbehandlung im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt und erfolgt bei Vorliegen bestimmter Indikationen. Die AR muss in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus begonnen werden.

Ist der Beginn der Rehabilitation innerhalb dieser Zeit noch nicht möglich, so kann der Arzt des Krankenhauses eine Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM) einleiten und den Beginn individuell festgelegen.

Die AR / AGM wird über einen Zeitraum von 3 - 4 Wochen an 5 Tagen (Mo bis Fr) mit einer täglichen Therapiezeit von 4 bis 6 Stunden (inklusive Mahlzeit und Pausen) durchgeführt. Eine Zuzahlung ist nicht zu leisten.
Im Rahmen der AR / AGM bietet das ARZ Zwickau einen Fahrdienst.

Indikationen, u.a.

  • - Wirbelsäulen-Syndrome einschließlich Bandscheibenvorfall mit radikulärer Symptomatik
  • - nach Bandscheibenoperationen
  • - nach endoprothetischer Versorgung des Hüft-, Knie- oder Schultergelenkes
  • - nach Amputationen
  • - nach operierter komplexer Instabilität des Kapsel-Bandapparates des Kniegelenkes
  • - nach operativer Versorgung von Rotatorenmanschettensyndrom, habitueller Schulterluxation, chronischer Schultersteife
  • - nach Frakturen der großen Röhrenknochen mit Gelenkbeteiligung
  • - nach stabilisierenden oder korr. Operationen an der WS oder konservativ versorgter Wirbelfrakturen
  • - nach größeren Umstellungsoperationen

Der Antrag

Die Beantragung der Anschlussrehabilitation (AR) erfolgt über den behandelnden Krankenhausarzt / Klinik-Sozialdienst während Ihres Aufenthaltes im Krankenhaus, d.h. Sie selbst brauchen sich nicht um Formulare etc. zu kümmern. Nach der Genehmigung durch den zuständigen Rentenversicherungsträger wird Ihnen der Aufnahmetermin in unsere Einrichtung zeitnah mitgeteilt.


HEILVERFAHREN (HV)

Das Heilverfahren kommt für Sie in Frage, wenn Sie wegen gesundheitlicher Probleme voraussichtlich dauerhaft in Beruf und Alltag stark eingeschränkt werden bzw. es bereits sind und Ihre Erwerbsfähigkeit gefährdet ist. Die Rehabilitation zielt darauf hin, den Patienten nach einer akuten oder chronischen Erkrankung für die Belastungen am Arbeitsplatz und im Alltag zu stärken.

Das HV erfolgt über einen Zeitraum von 3 - 4 Wochen an 5 Tagen (Mo bis Fr) mit einer täglichen Therapiezeit von 4 bis 6 Stunden (inklusive Mahlzeit und Pausen). Eine Zuzahlung ist nicht zu leisten.

Indikationen, u.a.

  • - entzündungs- und stoffwechselbedingte muskuloskeletale Krankheiten wie rheumatische Gelenk- und Wirbelsäulenkrankheiten und Knochenstoffwechselkrankheiten
  • - degenerative muskuloskeletale Krankheiten wie Arthrosen der peripheren Gelenke und bandscheibenbedingte Erkrankungen
  • - angeborene oder erworbene Krankheiten durch Fehlbildung, Fehlstatik oder Dysfunktion der Bewegungsorgane
  • - Folgen von Verletzungen der Bewegungsorgane wie Frakturen, Gelenkluxationen, Sehnen- und Bandrupturen sowie Muskelverletzungen Läsionen
  • - nach Operationen
  • - nach Gelenkersatz

Der Antrag

Ein Heilverfahren muss bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt werden. Die Formulare G100 und G110 sind vom Patienten selbst auszufüllen, Ihr Hausarzt / behandelnder Facharzt vervollständigt den ärztlichen Teil und trägt die vorliegenden medizinischen Unterlagen zusammen. Das Formular G120 lassen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse bescheinigen. Die nötigen Antragsformulare erhalten Sie bei den so genannten Servicestellen oder direkt hier zum Download.


MEDIZINISCH-BERUFLICH ORIENTIERTE REHABILITATION (MBOR)

Die Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) richtet sich an Patienten, deren Erkrankung bzw. Arbeitsunfähigkeit entscheidend von einer beruflichen Problematik verursacht bzw. beeinflusst wird. Neben der Behandlung der Grunderkrankung steht dementsprechend in besonderem Maße die berufliche Situation im Mittelpunkt der Rehabilitation.
Die Entscheidung über diese Sonderform der Rehabilitation obliegt dem Leistungsträger.

Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Beate Bettermann unter der Telefonnummer 03 75 / 818 46 10 gerne zur Verfügung. Oder wenden Sie sich direkt an Ihre Rentenversicherung.


NACHSORGE

Einige Rehabilitanden benötigen eine weiterführende Behandlung im Anschluss an ihre Rehabilitation. Die Rentenversicherungsträger haben diesbezüglich verschiedene Nachsorge-Programme entwickelt. Bei uns können Sie die Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA) wahrnehmen. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit dem Verein für Gesundheitsförderung Zwickau Schlobigplatz e.V. in unseren Räumlichkeiten Rehasport an. Details finden Sie unter den Menüpunkten "Rehabilitationsnachsorge" und "Rehabilitationssport".